Am 13. oktober kamen etwa 70.000 menschen nach cova da iria (fatima). Es regnete stark und der wind wehte heftig. Die menschen wateten durch schlamm und waren völlig durchnässt. Doch das hielt sie nicht ab. sie beteten und warteten. Auch freimaurer waren anwesend, die das ereignis ins lächerliche ziehen wollten. Lucias mutter war voller angst, dass die ganze familie ihren ruf verlieren würde, falls ihre tochter eine lügnerin sei. gegen mittag trafen die kinder am ort ein. Sie hatten große schwierigkeiten, durch die dichte menschenmenge zu gelangen. Männer halfen ihnen in dieser situation.
Die jungfrau maria erschien den kindern wie immer über einer niedrigen eiche, die bereits völlig zerstört war, weil die menschen sie abgerissen hatten. Lucia fragte sie erneut, was sie wünsche. Die jungfrau maria sagte ihr, dass an diesem ort eine kapelle zu ihren ehren gebaut werden solle und dass man täglich den rosenkranz beten solle. Lucia fragte sie auch, wann der krieg enden werde. Die jungfrau maria sagte, dass es bald sein werde. Lucia sprach mit ihr auch über alltägliche dinge.
Dann geschah das wunder – der sogenannte sonnentanz. die wolken rissen auf und die sonne zeigte sich. Sie war ganz hell und begann sich plötzlich zu drehen und ihre farben zu verändern. Bunte strahlen fielen auf die menschen, sodass sie einander in farben sahen. die sonne begann sich heftig zu drehen und schien dabei auf die erde herabzustürzen. Es war zugleich erstaunlich und furchterregend. Alle dachten, dass das ende der welt gekommen sei. Aus angst und schrecken schrien sie, fielen in den schlamm, beteten und baten um vergebung ihrer sünden. Das sonnenwunder dauerte etwa zehn minuten. Die erscheinung war jedoch noch nicht vorbei. als die kinder in die sonne blickten, sahen sie im vordergrund die heilige familie – die jungfrau maria, das jesuskind und den heiligen josef. Dann verschwand diese erscheinung, und die jungfrau maria erschien ihnen als unsere liebe frau vom karmel. Lucia erkannte sie an ihrem gewand. schließlich erschien sie ihnen noch als schmerzhafte muttergottes.